„Weltputzfrauentag“ – Zeit mit Mythen aufzuräumen

08.11.2012, Osnabrück

Schlaglicht auf eine Branche, die im Hintergrund für Sauberkeit sorgt

Es lässt sich vortrefflich über Sinn und Unsinn streiten, bestimmte Tage unterschiedlichen Personengruppen oder Themen zu widmen. Der 8. November ist der„Weltputzfrauentag“ und hat aus Sicht von Piepenbrock jedoch durchaus seine Berechtigung, wenn auch der Name nicht optimal gewählt wurde. Als einer der größten Gebäudedienstleister Deutschlands betreibt Piepenbrock die Gebäudereinigung als sein Kerngeschäft und begrüßt grundsätzlich die Einführung des Tages der „Putzfrau“. Auch wenn sich dieser Begriff umgangssprachlich etabliert hat, so ist er gleich in zweierlei Sinn irreführend und nicht ganz korrekt.

Negativer Beigeschmack und nur Frauen am Werk?

Die Bezeichnung „putzen“ ist im deutschen Sprachgebrauch negativ besetzt und wird von den meisten Menschen abwertend mit einer einfachen Tätigkeit verbunden. Dem dahinter stehenden, ordentlichen Ausbildungsberuf des Gebäudereinigers wird diese Bezeichnung nicht gerecht. Zugleich übergeht sie die sehr guten Aufstiegschancen, die der Beruf zu bieten hat. Letztlich handelt es sich um ein Berufsfeld, das bis vor wenigen Jahren noch der Meisterpflicht unterlag. Ein weiteres Missverständnis: Der Begriff „Putzfrau“ suggeriert, dass die Dienstleistungen ausschließlich von weiblichem Personal erbracht werden. Diese Annahme verkennt einen Trend: Während der Männeranteil in diesem Berufsfeld 1993 noch bei lediglich acht Prozent lag, hat sich dieser laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes seither mehr als verdoppelt.

Gut gemeintes Zeichen

Dass der 8. November für viele Menschen der internationale Tag der „Putzfrau“ und auch mit diesem Begriff gekennzeichnet ist, verdanken die Reinigungskräfte – so die offizielle Berufsbezeichnung – einer Krimiautorin. Gesine Schulz, deren Romanheldin Karo Rutkowsky Putzfrau und Privatdetektivin ist, lieferte die Idee für den Ehrentag. Hier muss wohl angenommen werden, dass der professionelle Ansatz einer Branche hinter der literarischen Figur in den Hintergrund getreten ist. Für die positive Würdigung der Leistungen einer Berufsgruppe, die sonst recht unscheinbar im Hintergrund wirkt, gibt es nun jedes Jahr den Weltputzfrauentag. Ein gut gemeintes Zeichen – allerdings mit einem unsauberen Namen.


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Quelle: www.piepenbrock.de

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Reinigungskraft bei Piepenbrock