Wettstreit junger Kunsttalente

11.12.2015, Osnabrück

Der Piepenbrock Kunstförderpreis hat sich längst zu einer angesehenen und begehrten Auszeichnung für Nachwuchskünstler entwickelt. Der mit insgesamt 6 000 Euro dotierte Förderpreis wurde am Freitagabend zum 22. Mal an Studierende des Faches Kunst der Universität Osnabrück vergeben.

Die Auszeichnung der Piepenbrock Unternehmensgruppe ging an Jan-Hendrik Brinkmann für seine humorvollen Lithographien und Siebdrucke "Das Kabinett des Herrn Brinkmann" (2 500 Euro). Einen weiteren Preis erhielt Anabell Stellmacher für ihre "Untersuchung von natürlichen Materialien in Bezug auf Farbe, Konsistenz und Geruch" (Bereich Malerei, 1 500 Euro). Prämiert wurden auch die Arbeiten von Leonie Hofhaus zum Thema "Spannung in der Raumdarstellung auf der Fläche" (Bereich Malerei, 1 000 Euro) sowie die "Architektonischen Abstraktionen" von Nina Kutzner (Bereich Serigrafie, 1 000 Euro). 35 Arbeiten waren für den Kunstförderpreis nominiert worden.

Maria-Theresia Piepenbrock übergab die Preise an die überglücklichen Studierenden. Sie eröffnete zugleich eine Ausstellung, die alle nominierten Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Druckgrafik, Fotografie, Szenische Kunst, Bildhauerei und Visuelle Medien präsentiert. „Eine starke Region lebt nicht von der Wirtschaft allein. Eine reiche Kunst- und Kulturlandschaft gehört ebenso dazu“, erklärte Stifterin Maria-Theresia Piepenbrock während der Preisverleihungszeremonie. „Mit dem Kunstförderpreis wollen wir junge Menschen in ihrer fachlichen wie persönlichen Entwicklung weiterbringen. Wir verstehen ihn deshalb vor allem als eine nachhaltige Investition in die Zukunft.“ Die Ausstellung der nominierten Arbeiten biete einen einzigartigen Einblick in die Qualität und Vielfalt der künstlerischen Ausbildung und sei eine großartige Gelegenheit, sich umfassend mit den Positionen der Kunststudierenden auseinanderzusetzen.
Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke dankte für die erneute Stiftung dieses Förderpreises. „Das Fach Kunst – und damit die ganze Universität Osnabrück – erhält durch den Piepenbrock Kunstförderpreis in ganz außergewöhnlicher Weise die Möglichkeit, sich nach außen zu präsentieren sowie nach außen und innen zu messen“, so der Präsident. „Wir können und wollen nicht mit Kunstakademien oder Kunsthochschulen konkurrieren. Wir wollen jedoch einen fachlichen und künstlerischen Anspruch aufrechterhalten, den wir für alle Studierenden reklamieren; nicht nur für diejenigen, die eine Laufbahn als freie Künstler anstreben, sondern auch für diejenigen, die ins Lehramt gehen oder in einer anderen Form der Kunstvermittlung tätig sein werden.“
Eine fachkundige Jury hatte die Arbeiten der Studierenden am Freitagvormittag begutachtet. Dem Gremium gehörten neben Maria-Theresia Piepenbrock die Kunstkritikerin Ursula Bode (Berlin), Prof. Dr. Klaus Dierßen (Fachgebiet Fotografie, Universität Hildesheim), Prof. Thomas Rentmeister (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Freier Künstler, Berlin) und Prof. Dr. May-Britt Kallenrode (Vizepräsidentin der Universität Osnabrück) an.
 
Die Ausstellung ist von Sonntag, 13. Dezember bis Mittwoch, 16. Dezember, jeweils von 10 bis 18 Uhr im Uni-Gebäude an der Seminarstraße 33 zu sehen. Führungen sind nach telefonischer Anmeldung (Tel. 0541-969-4225) möglich. Im Rahmen ihrer „Kunsttage“ bietet das Fach Kunst auch ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen und Karaokeabend an. Am Sonntag, 13. Dezember, versteigern ab 15 Uhr im Zeichensaal Studierende in einer „Großen Kunstauktion“ eigene Arbeiten.

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Wettstreit junger Kunsttalente
Die Jury des Piepenbrock Kunstförderpreises vor den preisgekrönten Druckgrafiken des Studenten Jan-Hendrik Brinkmann: Prof. Klaus Dierßen (Hildesheim), Ursula Bode (Berlin), Prof. Thomas Rentmeister (Berlin), Maria-Theresia Piepenbrock und Vizepräsidentin Prof. Dr. May-Britt Kallenrode (v. l., Bild: Pressestelle Universität Osnabrück/Elena Scholz).