FM 2010 – Mehr als nur eine 'Agenda'

20.11.2009, Osnabrück

Interview mit Arnulf Piepenbrock, Geschäftsführender Gesellschafter der Piepenbrock Dienstleistungsgruppe.

Panorama:

Professionelles und prozessorientiertes Facility Management (FM) spielt in den Unternehmen wie in Verwaltungen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine zentrale Rolle. Das zeigt Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden wie Starbucks und BMW sehr eindrucksvoll. Wie positionieren Sie Ihr Unternehmen unter dem Stichwort FM 2010 am Markt?

Arnulf Piepenbrock:
Wir haben in den vergangenen Jahren als Facility Manager erfolgreich Fahrt aufgenommen. Wir wollen nun in 2010 die Chancen nutzen, die sich aus der Finanz- und Wirtschaftskrise ergeben. Dazu haben wir auf unsere erfolgreichen Lösungen für die Kunden noch etwas draufgesattelt. Wir haben den Fokus auf bedarfsorientierte Konzepte mit eine hohem Wirtschaftlichkeitsanspruch gelegt. Uns ist dabei wichtig, dass die Nachhaltigkeit nicht verloren geht. Ich bin davon überzeugt, dass wir damit unseren erfolgreichen Kurs fortsetzen können und weiterhin Wachstumsraten erzielen, die deutlich über der Marktentwicklung liegen. Mit unseren Bestandskunden haben wir Vereinbarungen getroffen, welche dem Kunden Flexibilität zur Kapazitätsanpassung geben. Wir haben auf diesem Wege alle Kunden im FM-Bereich gehalten. Dies bietet uns die notwendige Basis, um 2010 weiter wachsen zu können.

Damit hat sich meines Erachtens das Modell FM bewährt, denn für die Kunden bieten wir als externen Dienstleister den Vorteil, dass sich Kosten in Zeiten der Krise wesentlich variabler und schneller gestalten lassen, als im Rahmen einer internen Organisation. Potenzielle Kunden, die bisher vorrangig auf Eigenleistung gesetzt haben, haben diesen Sachverhalt, sicherlich durch die Krise verstärkt, erkannt. Piepenbrock bietet zudem das Know-how und die Professionalität eines externen Dienstleisters, dessen Kerngeschäft diese Leistung ist.

Panorama:
Das sind anspruchsvolle Ziele. Wird es in Ihrem Hause zur Bündelung der Kompetenzen und zur Nutzung der Synergien strukturelle und personelle Veränderungen geben?

Arnulf Piepenbrock:
Unsere Leistungen müssen dem Kunden einen Mehrwert bieten. Daher orientieren sich der Aufbau und die Ausrichtung der internen Organisation am Anspruch des Kunden. Wir werden weiter Kompetenzen bündeln und dafür sorgen, dass die richtigen Leute für uns tätig sind. Wir können dabei bereits heute auf eine gute Mannschaft zurückgreifen und werden diese zielgerichtet ausbauen. Für mich ist wichtig, dass wir Bedarfe auch intern decken können und unseren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich weiterzuentwickeln.

Panorama:
Die Gemeinschaftskampagne „FM – Die Möglichmacher“ geht ins dritte Jahr. Werden Sie sich auch darüber hinaus an der Initiative beteiligen?

Arnulf Piepenbrock:
Die Kampagne ist ja zunächst einmal auf drei Jahre angelegt und endet erst Ende 2010. Diese Zeit muss man ihr auch geben. Aus meiner Sicht wäre es verfrüht, sich jetzt schon für die Nachfolge festzulegen. Grundsätzlich muss man der Kampagne bis dato ein positives Zeugnis ausstellen. Auch im zweiten Jahr wurde auf Plakatflächen, mit Anzeigen und im Internet darüber aufgeklärt, was sich hinter Facility Management eigentlich an Leistungen und Tätigkeiten alles verbirgt. Die Mediaplanung erstreckte sich zeitlich rund um die beiden wichtigsten Branchenmessen, der FM-Messe in Frankfurt und der Expo Real in München. Die Website www.fm-die-moeglichmacher.de wurde erweitert und verbessert. Hinzu kommen noch die vielen kleinen Multiplikatoren, die durch die teilnehmenden Unternehmen auf das Gesamtergebnis der Kampagne einzahlen. Als Beispiel möchte ich da die Piepenbrock Website nennen, die zum vierten Quartal 2009 komplett renoviert wurde. Auch hier haben wir darauf geachtet, „Die Möglichmacher“ entsprechend prominent zu platzieren.

Panorama:
Was versprechen Sie sich von diesen Maßnahmen?

Arnulf Piepenbrock:
Ganz einfach – noch mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit für die Kampagne, für die Möglichmacher Unternehmen und natürlich auch für die Branche. Die Initiative ist angetreten, das Image von Facility Management in der Öffentlichkeit zu stärken und Facility Management als attraktives und anspruchsvolles Arbeitsfeld bekannt zu machen. An diesem Ziel hat sich bis heute nichts geändert, sodass nun im dritten Jahr noch einmal alle Kräfte gebündelt werden, dieses Ziel auch zu erreichen. Deshalb sind aus den ursprünglichen drei Kommunikationsmodulen Imagekampagne, Public Relations und Recruiting mit der Integration von Publikationen/Referenzberichte sowie Messe/Events mittlerweile fünf Module geworden. Für mich ist es eine Freude, wenn man auf dem Fußweg von der U-Bahn zur Expo Real in München links und rechts von zahlreichen Möglichmacher-Plakaten begleitet wird. Die Präsenz ist doch schon recht ordentlich.

Panorama:
Sehen wir uns vom 9. bis 11. März 2010 auf der Facility Management Messe in Frankfurt am Main?

Arnulf Piepenbrock:
Selbstverständlich, wir haben unsere Standfläche für 2010 schon frühzeitig gebucht. Die FM-Messe ist der Branchen-Treffpunkt des Jahres. 2008 galt die Messe ja bereits als gescheitert. Der Abwärtstrend war nicht zu verkennen. Aber ich habe immer gesagt, dass die Branche eine derartige Plattform braucht. Wir sind der Messe immer treu geblieben und haben auch in einer schwierigen Phase mit dafür gesorgt, ihr 2009 neues Leben einzuhauchen. Im operativen Ausstellerbeitrag konnten sich „Die Möglichmacher“ personell platzieren. Es wurde an der Grundkonzeption gefeilt und der Messe ein neues Gesicht verpasst. Als erste optische Anpassung wurde z. B. das Logo nach vorne gebracht. Weg von dem tiefschwarzen Hintergrund mit den negativen Lettern und Zahlen. Das wirkt jetzt alles viel frischer. Zudem erinnere ich mich gerne an das Fest der Möglichmacher. Diese Abendveranstaltung auf dem Messegelände zeigte schon bei der Erstaufführung 2009 einen tollen Charakter und was für ein Potenzial in dieser Messe steckt. Für die anstehende FM-Messe 2010 wird es wieder leichte konzeptionelle Anpassungen geben. So wird die Messe in eine neue Halle umziehen. Allein diese Tatsache wird den Besuchern schon ein angenehmes Gefühl vermitteln. Ich bin schon sehr gespannt, was sich die Mesago Messe Frankfurt als Veranstalter und Die Möglichmacher im operativen Ausstellerbeirat für 2010 so alles einfallen lassen.

Wir danken für das Gespräch.

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Quelle: www.piepenbrock.de

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Arnulf Piepenbrock
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