FM Branchenreport vorgestellt

25.02.2010, Osnabrück

Facility Management mit einer Wertschöpfung von 112 Milliarden Euro

Die Facility Management-Branche gilt mit ihren Bewirtschaftungsprozessen rund um die Immobilie mittlerweile als etabliert, sie wird jedoch weithin unterschätzt. Das liegt auch daran, dass bislang noch keine verlässliche Einschätzung zu ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung vorliegt. Daher hat sich das Institut für angewandte Innovationsforschung (IAI) e.V. an der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag des GEFMA Deutschen Verbandes für Facility Management e.V. und gesponsert u. a. von Piepenbrock der Aufgabe angenommen, diese Lücke zu schließen. Die Ergebnisse wurden am 21. Januar 2010 anlässlich eines Pressegespräches zur Facility Management Messe 2010 bei der Deka Immobilien GmbH in Frankfurt am Main vorgestellt.

Die Kennzahlen übertreffen, was Insider und selbst ernannte Marktauguren seit Jahren kolportieren: Mit beachtlichen 112 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und einem Anteil von 5,03 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigt sich dieser Wertschöpfungsbereich bedeutsamer als so manche „klassische“ Erfolgsbranche. Im Branchenvergleich liegt das Facility Management vor der Baubranche (4,5 %), dem Maschinenbau (3,3 %) oder der Automobilindustrie (3,1 %) und nur knapp hinter dem Wirtschaftszweig „(Luft-, Wasser- u. Land-)Verkehr und Nachrichtenübermittlung“ (5,7 %) und dem gesamten „Gesundheits- und Sozialwesen“ (7,1 %).

Die Facility Management-Branche ist damit unbestreitbar eine absolute Schlüsselbranche. Der Vorstandsvorsitzende des GEFMA, Otto Kajetan Weixler fügt hinzu: „Mit über vier Millionen Erwerbstätigen, die auf der „Payroll“ von Dienstleistern oder Immobilieneigentümern und -nutzern die Wertschöpfung erbringen, ist die Facility Management-Branche zugleich eine arbeitsmarktpolitisch bedeutsame Stütze der deutschen Wirtschaft“. Mitautor des FM-Branchenreports und Professor der Fachhochschule Gelsenkirchen, Dr. Markus Thomzik, betont die Werthaltigkeit der Facility Management-Branche: „Mit mehr als 176 Milliarden Euro Bewirtschaftungsvolumen ist die Branche auch sehr krisensicher. Gebäude müssen stets bewirtschaftet werden, unabhängig davon, ob das Kerngeschäft des Immobilieneigentümers bzw. -nutzers floriert oder ob es daniederliegt“.

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Quelle: www.piepenbrock.de


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