Piepenbrock begrüßt Einigung im Tarifpoker

29.10.2009, Osnabrück

Die Tarifvertragsparteien im Gebäudereiniger-Handwerk haben sich auf einen neuen Lohn- und Mindestlohntarifvertrag für die 860.000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk verständigt.

Fair geht vor! Piepenbrock hat sich lange für den Mindestlohn in der Branche eingesetzt und war maßgeblicher Befürworter zur Aufnahme des Gebäudereinigerhandwerks in das Arbeitnehmerentsendegesetz. „Das durften wir uns nicht kaputt machen lassen. Deshalb freuen wir uns, dass wir heute das große Ziel erreicht haben, die Mindestlöhne in der Gebäudereinigung und insbesondere die Strukturen und Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb zu erhalten“, bringt es Arnulf Piepenbrock auf den Punkt.

Die Löhne werden mit Wirkung zum 1. Januar 2010 in Ost-Deutschland um 3,8 Prozent, in West-Deutschland um 3,1 Prozent angehoben. Ab dem 1. Januar 2011 folgen in einer zweiten Stufe Erhöhungen in Höhe von 2,5 Prozent in Ost- und 1,8 Prozent in West-Deutschland. Rückwirkend zum 1. Oktober 2009 tritt der bisherige Tarifvertrag als Bestandsschutztarifvertrag bis zum 31.12.2009 in Kraft. Darüber hinaus wurden Vereinbarungen zur Arbeitszeitflexibilisierung und Altersversorgung getroffen. Die Tarifverträge stehen noch unter dem Vorbehalt der Gremienzustimmung. Am 9. November 2009 werden die Große Tarifkommission und der Vorstandsrat des Bundesinnungsverbandes über den Abschluss entscheiden. Die Erklärungsfrist endet am 10. November 2009.

Auch der Bundesinnungsverband ist mit dem Ergebnis zufrieden. Gemeinsam konnte man das seit Jahrzehnten bewährte Mindestlohn- und Tarifsystem in der Branche erhalten und weiter entwickeln. Die Tarifvertragsparteien hoffen nun, dass die neue Bundesregierung schnellstmöglich die erforderliche Mindestlohnverordnung erlässt und damit die Tarifvertragsparteien in ihrem Bemühen um stabile und vor Lohn-Dumping geschützte Arbeitsverhältnisse in der Gebäudereinigung unterstützt.

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Quelle: www.piepenbrock.de

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