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Gemeinsam Chancen ergreifen

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Die Piepenbrock Niederlassung in Göttingen engagiert sich zusammen mit sozialen Vereinen für benachteiligte Menschen.

Für viele Menschen normaler Alltag, für andere eine große Herausforderung: einen Beruf finden und ausüben. In unserer Gesellschaft haben es sozial schwächere Personen oder Menschen mit einem Handicap schwer, eine geeignete Arbeitsstelle zu finden. Die Piepenbrock Niederlassung in Göttingen engagiert sich zusammen mit sozialen Vereinen für diese Gruppe. Im Interview erzählt Monique Wolff, projektverantwortliche Piepenbrockerin, wie die Kooperationen aussehen.

Welche sozialen Projekte unterstützt die Niederlassung Göttingen aktuell?

Uns sind drei Kooperationen besonders ans Herz gewachsen. Zum einen unterstützen wir die Initiativen „StArK – Hand in Hand“ und „Koop“ des Vereins „Neue Arbeit Brockensammlung“, der von der Diakonie und vom Kirchenkreis in Göttingen getragen wird. Beide Projekte haben dasselbe Ziel: Unbeschäftigte wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. Bei „StArK – Hand in Hand“ legt der Verein seinen Fokus auf Langzeitarbeitslose.

Damit insbesondere Alleinerziehende mehr Hilfe bei der Jobsuche bekommen, wurde „Koop“ ins Leben gerufen. Als drittes Projekt im Bunde fördern wir „Mittendrin“ von der Beschäftigungsförderung Göttingen. Hier geht es speziell um Menschen mit einem Handicap und Rehabilitanden. Auch Angehörige von einem behinderten Familienmitglied spricht die Initiative an.

Wie sehen die genauen Inhalte und Ziele der Projekte aus?

Ganz klar: Benachteiligten Personen in der Gesellschaft helfen. Jedes Projekt spricht unterschiedliche Zielgruppen an, die individuell gefördert werden. Zum Beispiel durchlaufen die Teilnehmer Bewerbungstrainings, sprechen mit Sozialarbeitern über ihre beruflichen Ziele und lernen ihre Kern- und Schlüsselkompetenzen besser kennen. Welcher Berufszweig passt zu mir? Was möchte ich in meinem Job erreichen? Wie bewältige ich stressige Zeiten? Fragen, die im Laufe der Zusammenarbeit besprochen werden.

Nehmen wir eine alleinerziehende Mutter als Beispiel. Für sie ist eine zuverlässige Betreuung ihrer Kinder besonders wichtig. Aber sie möchte auch erfolgreich im Job sein, um ihre Familie zu versorgen. Die Vereine helfen den Alleinerziehenden, ein Betreuungsnetzwerk aufzubauen, und geben Tipps, wie sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren. Die berufliche Orientierung der Teilnehmer nimmt circa ein halbes Jahr in Anspruch. Anschließend vermitteln die Berater ihre Schützlinge an kooperierende Unternehmen. Hier kommen wir dann ins Spiel.

Gutes Stichwort! Wie läuft die Vermittlung der Teilnehmer genau ab?

Ich lerne die Kandidaten zunächst in einem persönlichen Gespräch kennen. Mir ist es sehr wichtig, die Vorgeschichte der Personen zu kennen. Denn nur so kann ich entscheiden, welche Arbeit zu ihnen passt. Für Bewerber, die bei ihrem vorherigen Arbeitgeber zum Beispiel einen Burn-out erlitten haben, suche ich eine einfache Tätigkeit in einem ruhigen Arbeitsumfeld aus. Natürlich klären wir auch grundsätzliche Rahmenbedingungen wie Arbeitszeiten oder Praktikumsvergütung. Wenn von beiden Seiten die Chemie stimmt, biete ich dem Bewerber ein drei- bis vierwöchiges Praktikum bei uns an.

Und dann geht es los in die Praxis. Immer an der Seite: unser jeweiliger Objektleiter. Er beantwortet alle Fragen vor Ort und hilft den Praktikanten, sich zurechtzufinden. Während der Praktikumszeit spreche auch ich in regelmäßigen Abständen mit den Mitarbeitern. Wie gefällt ihnen die Arbeit? Fühlen sie sich wohl bei uns? Gibt es Probleme, die wir lösen können? Wenn beide Parteien zufrieden sind, machen wir dem Mitarbeiter ein auf ihn zugeschnittenes Vertragsangebot.

Wurden Praktikanten bereits fest von uns übernommen?

Ja. Wir haben zwei Mitarbeiter dazugewonnen, die perfekt in unser Familienunternehmen passen. Sie sind motiviert und fleißig. Die Übernahme ist auch für sie ein persönlicher Erfolg. Ein Ziel, für das sie lange gekämpft haben. Beide arbeiten als Reinigungskraft in verschiedenen Objekten und wurden von ihren Kolleginnen und Kollegen herzlich ins Team aufgenommen.

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie hilfsbereit unsere Piepenbrocker sind und sich um neue Mitarbeiter kümmern. Das haben uns auch beide Projekt-Teilnehmer widergespiegelt. Wir fördern gerne Menschen. Aber wir fordern auch. Denn im Endeffekt zählt ein gutes Reinigungs-Ergebnis beim Kunden. Das muss stimmen.

Warum setzen Sie sich für soziale Projekte ein?

Ich bin von Natur aus ein Mensch, der benachteiligten Personen gerne unter die Arme greift. Denn wenn ich in einer schwierigen Lebensphase bin, wünsche ich mir auch Unterstützung. Für mich ist das ein Geben und Nehmen. Unsere Gesellschaft sollte sich viel mehr sozial engagieren.

Mein Niederlassungsleiter Herr Büttner lässt mir im Projekt alle Freiheiten und ist froh, über diesen Weg neues, qualifiziertes Personal zu gewinnen. Somit tragen wir als wirtschaftlicher Partner in der Region zusätzlich zu einem besseren Arbeitsmarkt bei. Letztendlich bin ich sehr stolz darauf, die sozialen Projekte in unserer Niederlassung etabliert zu haben.

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