Reihe „Unsere Gesichter, unsere Vielfalt“: Moaz Huossien aus Syrien

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Jeden Tag arbeiten bei Piepenbrock rund 26.800 Menschen aus 140 Nationen Hand in Hand. Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte, seine persönlichen Stärken und seine kulturellen Wurzeln mit. Genau diese Vielfalt macht das Familienunternehmen stark – und stolz.

Moaz Huossien arbeitet als Softwareentwickler in der Informationsverarbeitung von Piepenbrock. Der gebürtige Syrer bringt nicht nur technisches Know-how mit – sondern auch eine Geschichte, die bewegt. Wenn Moaz über seine Arbeit spricht, leuchten seine Augen. „Ich liebe meinen Job“, sagt er und meint das genau so. Seit März 2024 gehört der 27-Jährige zur Piepenbrock Familie und ist heute fest angestellt in der IV-Abteilung. Sein Weg dorthin begann mit einer Bachelorarbeit. Gesucht hatte er damals ein Thema mit Perspektive. Gefunden hat er ein Team, das ihm genau das bietet:

„Das Gespräch war einfach gut. Zwei Stunden haben wir uns ausgetauscht. Danach war mir klar: Hier bleibe ich.“ Geboren wurde Moaz in Syrien, seine familiären Wurzeln aber liegen in Palästina. 2016 kam er nach Deutschland, holte in Oberhausen das Abitur nach und landete für sein Studium der Medieninformatik eher zufällig in Osnabrück. Heute ist Piepenbrock für ihn mehr als nur ein Arbeitsplatz: „Ich fühle mich angekommen. Hier kann ich mich weiterentwickeln.“

Verantwortung vom ersten Tag an

Gefragt nach einem prägenden Moment in seiner bisherigen Zeit bei Piepenbrock, muss Moaz nicht lange zögern: Nur wenige Monate nach seiner Übernahme durfte er beim Roll-out der neuen Faktura-Lösung mitwirken – dem System, mit dem Piepenbrock seine Rechnungen bundesweit erstellt und verarbeitet. „Das war mein erstes großes Projekt. Ich habe viel gelernt und auch Fehler gemacht. Aber genau das hat mir gezeigt: Ich bin hier am richtigen Platz.“ Seine Aufgabe war es, komplexe Abläufe zu

orchestrieren – wie ein Architekt, der nicht jedes Detail selbst umsetzt, aber das große Ganze im Blick behält. „Es ging um Modularität, Effizienz und Zukunftssicherheit“, erzählt er über seine Arbeit. Technisch anspruchsvoll, fachlich herausfordernd: Das ist genau sein Ding. „Ich liebe es, wenn ich an einem Problem tüfteln kann. Das ist wie ein Puzzle: Ich weiß, wie es am Ende aussehen soll – aber den Weg dahin muss ich selbst finden.“

Das Gebäck Manakeesh zählt zu Moaz Huossiens liebsten Gerichten. (Foto: Moaz Huossien)

Das Beste aus zwei Welten

Auch außerhalb seines beruflichen Fachgebietes ist Moaz viel unterwegs. Ob Bouldern, Buchclub oder Spieleabende: Er probiert gerne Neues aus, will jeden Tag anders erleben. Seine kulturellen Wurzeln nimmt er dabei bewusst mit. „Kultur ist für mich nicht an ein Land gebunden, sondern sie ist das, was man täglich lebt.“ Besonders wichtig ist ihm der Zusammenhalt im Team wie in der gesamten Gesellschaft. „Man verbringt so viel Zeit bei der Arbeit. Da muss die Atmosphäre stimmen.“ Gastfreundschaft, Offenheit und Pünktlichkeit – das Beste aus beiden kulturellen Welten hat er sich bewahrt. „Ich bewege mich zwischen den Kulturen. Und das ist für mich eine Bereicherung.“ 140 Nationen – das ist Piepenbrock heute. Für Moaz ist

Vielfalt aber noch mehr: „Die wahre Stärke liegt in den unterschiedlichen Blickwinkeln.“ Gerade in der Softwareentwicklung sei das ein großer Gewinn: „Je mehr Perspektiven, desto kreativer die Lösungen. Vielfalt ist ein echter Business-Vorteil.“ Deshalb blickt er optimistisch in die Zukunft. Beruflich will er bei Piepenbrock weiter Verantwortung übernehmen und technisches Neuland erschließen. „Ich will mit dem Team, mit den Projekten und mit mir selbst wachsen.“ Auch privat wünscht er sich ein erfülltes Leben mit Begegnungen, mit Toleranz, mit demokratischem Denken. „Ich bin hoffnungsvoll“, sagt er. Und wieder leuchten seine Augen.

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