Eindämmung von COVID-19: Informationen für unsere Mitarbeiter

Die aktuelle Situation rund um das neuartige Coronavirus betrifft uns alle und stellt Sie persönlich, Ihre Familie und Freunde ebenso wie unser Unternehmen vor große Herausforderungen. Auch wirft sie viele Fragen auf. Die Antworten auf einige der wichtigsten Fragen haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Allgemeine Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen

Empfehlungen für die Reinigung

Verhalten bei Infektionsverdacht

Umgang mit COVID-19 bei Piepenbrock

Allgemeine Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen

Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

Das Coronavirus wird hauptsächlich per Tröpfcheninfektion übertragen. Daher sollten Sie insbesondere folgende Schutzmaßnahmen befolgen.

  • Vermeiden Sie unnötigen Körperkontakt mit Menschen. Das heißt: kein Händeschütteln, keine Umarmungen oder Begrüßungsküsse
  • Halten Sie einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern zu anderen Personen ein
  • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht, insbesondere in Augen, Nase und Mund
  • Achten Sie auf regelmäßige und gründliche Handhygiene
  • Befolgen Sie die Husten- und Niesetikette: Husten und Niesen Sie in Ihre Armbeuge oder in ein Taschentuch, werfen Sie dieses anschließend in den Mülleimer und waschen Sie Ihre Hände
  • Bleiben Sie zuhause, wenn Sie krank sind

Die vorbeugenden Hygienemaßnahmen haben wir in diesem Merkblatt für Sie zusammengefasst. Beachten Sie auch die weiteren, über unsere verschiedenen Kommunikationskanäle an Sie herangetragenen Informationen und Verhaltensregeln. Damit tragen Sie dazu bei, Ihr Infektionsrisiko zu senken und die Verbreitung des Coronavirus‘ einzudämmen.

Wie darf ich mich im öffentlichen Raum bewegen?

Generell ist es erlaubt, sich mit Personen des eigenen Hausstands sowie Personen eines weiteren Haushalts in der Öffentlichkeit zu treffen. Hier sind durchaus abweichende Regelungen der unterschiedlichen Bundesländer zu beachten. Ansonsten ist, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen einzuhalten. Für Beschäftigte im Rahmen ihrer Tätigkeit gibt es ebenfalls länderspezifisch abweichende Regelungen, die es ermöglichen, sich mit mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum zu bewegen.

Warum soll ich von anderen Menschen Abstand halten?

Abstand halten ist eine ebenso einfache wie effektive Schutzmaßnahme. Die Übertragung der Grippeviren erfolgt überwiegend über Tröpfchen – kommen andere Menschen Ihnen nicht nahe, können diese Sie auch nicht anhusten oder -niesen und dabei Tröpfchen und das Virus übertragen. Halten Sie daher einen Abstand von 1,5 bis 2 Metern zu anderen Menschen ein und verzichten Sie auf Berührungen.

Muss ich in der Öffentlichkeit eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

Ja! Wurde das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zunächst nur empfohlen, ist es spätestens seit dem 27. April 2020 in allen Bundesländern Pflicht. Nur in Schleswig-Holstein gilt die Regelung erst ab dem 29. April 2020. Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt es auch im Geltungsbereich. Während die Maskenpflicht in den meisten Ländern in öffentlichen Verkehrsmitteln und Einzelhandelsgeschäften gilt, betrifft es in Berlin nur den öffentlichen Nahverkehr. Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Rahmenbedingungen erhalten Sie in den einzelnen Länderverordnungen.

Aufgrund der gegenwärtigen Knappheit von Mund-Nasen-Schutzen sollte auf selbst gebastelte oder genähte Mund-Nasen-Bedeckungen aus Stoff (textile Barriere im Sinne des Mund-Nasen-Schutzes, auch Community Masken genannt) zurückgegriffen werden. Auch Schals oder Tücher sind zulässig, sofern sie Mund und Nase bedecken. Denn der mehrlagige medizinische (chirurgische) Mund-Nasen-Schutz oder medizinische Atemschutzmasken, z. B. FFP-Masken, sind für den Schutz von medizinischem und pflegerischem Personal essentiell und müssen dieser Gruppe vorbehalten bleiben. Der Schutz von Fachpersonal ist von gesamtgesellschaftlichem Interesse.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung insbesondere in öffentlichen Räumen, in denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, um die Weiterverbreitung von COVID-19 einzudämmen und Risikogruppen zu schützen. Denn nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, bemerkt das auch. In der Regel sind Betroffene aber bereits mit sehr leichten Symptomen oder ein bis drei Tage vor den ersten Symptomen ansteckend. Manche Infizierte erkranken gar nicht (asymptomatische Infektion), können den Erreger aber trotzdem ausscheiden. Mithilfe einer Mund-Nasen-Bedeckung können Tröpfchen, die z. B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden, abgefangen und so das Ansteckungsrisiko für andere Personen verringert werden (Fremdschutz). Diese Schutzwirkung ist zwar noch nicht wissenschaftlich belegt, aber plausibel. Hinweise darauf, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung auch dem Eigenschutz dient, gibt es nicht.

Für die optimale Wirksamkeit sollten möglichst viele Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und beim Anlegen der Mund-Nasen-Bedeckung ebenso wie beim Ablegen einige Regeln beachtet werden. So ist es sehr wichtig, dass die Maske eng anliegt und bei Durchfeuchtung gewechselt wird. Außerdem sollte sie nach dem Anlegen nicht mehr verschoben oder anderweitig (auch nicht unbewusst) manipuliert werden. Ebenso wenig darf sie um den Hals getragen werden. Auf keinen Fall sollte das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dazu führen, dass die übrigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen nicht mehr eingehalten werden. Eine gute Händehygiene, das Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) von anderen, insbesondere krankheitsverdächtigen Personen, sind weiterhin die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung.

Muss ich meine Hände regelmäßig desinfizieren?

Nein, im normalen Alltag müssen die Hände nicht desinfiziert werden. Die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts ist hier eindeutig: Regelmäßiges, richtiges Händewaschen und eine korrekte Husten- und Niesetikette sind weiterhin als Basismaßnahmen ausreichend. Eine Händedesinfektion ist nur bei erhöhtem Infektionsrisiko sinnvoll oder wenn keine ausreichenden Möglichkeiten zum Händewaschen zur Verfügung stehen.

Welche Verhaltensmaßnahmen sind für den Arbeitsplatz sinnvoll?

Allgemein sollte am Arbeitsplatz auf Hygiene und das Abstandsgebot geachtet werden. Auf das gemeinsame Verzehren von Speisen (z. B. mitgebrachte Kekse, Kuchen oder Süßigkeiten) sollte verzichtet werden. Die Büroräume sollten mehrmals täglich per Stoßlüftung gelüftet werden. Durch das Lüften wird ein Luftaustausch erreicht, der dazu beiträgt, dass die Ansteckungsgefahr verringert wird. Eine präventive Desinfektion der Arbeitsplätze ist nicht zielgerichtet und sollte daher vermieden werden. Kommen andere Menschen (Mitarbeiter, Kunden) an den Arbeitsplatz, so sollte dieser mindestens täglich gereinigt werden.

Empfehlungen für die Reinigung

Sind besondere Schutzmaßnahmen bei allgemeinen Reinigungsarbeiten im Zusammenhang mit COVID-19 erforderlich?

Nein, bei der regulären Gebäudereinigung ist auch in Zeiten von COVID-19 keine besondere Schutzkleidung wie Mund-Nasen-Masken erforderlich. Die generellen persönlichen Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise das Tragen von Schutzhandschuhen, gelten natürlich weiterhin.

Über die Überlebensfähigkeit des Erregers COVID-19 auf unbelebten Oberflächen gibt es viele Meinungen. Laut des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist eine Übertragung auf den Menschen über unbelebte Oberflächen bisher nicht dokumentiert. Dennoch sollte eine zielgerichtete desinfizierende Reinigung erst 3 Stunden nach dem letzten Aufenthalt eines Infizierten begonnen werden. Auch dann ist das Tragen von speziellen Schutzanzügen nach derzeitigem Informationsstand nicht notwendig. Regelmäßiges und richtiges Händewaschen gilt auch hier als grundlegende und ausreichende vorbeugende Maßnahme. Anders sieht es bei Reinigungsarbeiten im Gesundheitsbereich aus, da hier andere Voraussetzungen gelten.

Sollte ich Einmalhandschuhe oder Mehrweghandschuhe bei der Reinigung benutzen?

Grundsätzlich sollten bei der Reinigung Mehrweghandschuhe (z.B. Nitril) zum Einsatz kommen. Diese müssen allerdings nach der Anwendung mit Händedesinfektionsmittel desinfiziert werden. In Ausnahmefällen können auch Nitrileinweghandschuhe verwendet werden. Generell müssen die Handschuhe bei der Durchführung von Reinigungsarbeiten mindestens Schutzkategorie III entsprechen.

Verhalten bei Infektionsverdacht

Was muss ich tun, wenn ich Symptome aufweise?

Das neuartige Coronavirus verursacht meist milde Erkältungssymptome wie Husten, Fieber oder Schnupfen und kann Infektionen der unteren Atemwege verursachen. Insbesondere bei älteren und Patienten mit Vorerkrankungen kann das Virus mitunter schwerere Krankheitsverläufe nehmen. Daher sollten vor allem diese sich vor einer Infektion schützen.

Falls Sie sich krank fühlen und Symptome einer möglichen Infektion aufweisen, rufen Sie bei Ihrem Hausarzt an. Ihr Arzt bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen. Informieren Sie zudem Ihren Vorgesetzten und bleiben Sie zuhause. Weitere Informationen dazu finden Sie auch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Welche Regelungen gibt es bei Piepenbrock im Umgang mit Infektionsfällen und Kontaktpersonen?

Unsere Hinweise und Regelungen orientieren sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und den Maßnahmen der zuständigen Behörden. Wenn Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten, kann eine Quarantäne behördlich angeordnet werden. In diesem Fall übernimmt das Gesundheitsamt die weitere Koordination und Ihre Betreuung. Auch wenn behördlich keine Quarantäne angeordnet wird, gilt für symptomfreie Kontaktpersonen in unserem Unternehmen dennoch die Regelung, sich häuslich zu separieren und nach Möglichkeit mobil zu arbeiten. Dies gilt für 14 Tage oder mindestens so lange, bis eine Infektion durch einen Test ausgeschlossen wurde. Falls Sie Kontakt zu einer Kontaktperson einer infizierten Person hatten und symptomfrei sind, sollten Sie sich ebenfalls häuslich separieren und, wenn möglich, mobil arbeiten, mindestens so lange bis der Befund für die Kontaktperson vorliegt. Anschließend werden abhängig davon gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen. Bitte informieren Sie in jedem Fall Ihren Vorgesetzten.

Umgang mit COVID-19 bei Piepenbrock

Wie reagiert Piepenbrock auf Veränderungen im Umgang mit COVID-19?

Wir haben frühzeitig mit den Vorbereitungen auf die Krise begonnen und bereits Ende Januar die Arbeitsgruppe Pandemie aktiviert. Diese setzt sich unter Leitung unseres Technischen Managements aus Vertretern verschiedener Fachbereiche zusammen. Sie hat in den vergangenen Wochen den Pandemieplan angepasst und notwendige Maßnahmen daraus abgeleitet, die in hoher Geschwindigkeit umgesetzt wurden. Die Arbeitsgruppe beobachtet die aktuellen Entwicklungen auch weiterhin permanent und passt die Maßnahmen der sich ständig ändernden Situation an. Dazu steht die Arbeitsgruppe auch in ständigem Austausch mit der Geschäftsführung.

Über die im Unternehmen beschlossenen Maßnahmen haben und werden wir Sie auch weiterhin über unsere verschiedenen Kommunikationskanäle informieren. Beachten Sie diese daher bitte regelmäßig, damit Sie stets auf dem Laufenden bleiben. Wir tun alles, um Sie zu schützen und weiterhin für unsere Kunden leistungsfähig zu bleiben.

Wie unterstützt Piepenbrock mich, um Kinderbetreuung und Arbeit in der jetzigen Situation miteinander zu vereinbaren?

Wir haben mit einer weitreichenden Flexibilisierung der Arbeitszeiten auf die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten sowie die Einschränkungen des öffentlichen Nahverkehrs reagiert. Außerdem haben wir unsere Kunden gebeten, uns entgegenzukommen und die Zeitfenster für die Reinigung anzupassen, damit wir weiterhin leistungsfähig bleiben können. Stimmen Sie sich dazu auch mit Ihrem Vorgesetzten ab, um die bestmögliche Lösung für Sie zu finden.

An wen kann ich mich bei Rückfragen wenden?

Bei offenen Fragen oder individuellen Anliegen wenden Sie sich gerne an Ihren jeweiligen Vorgesetzten. Sollten Sie dringende Rückfragen haben, auf die Ihr Vorgesetzter Ihnen keine Antwort geben kann, können Sie auch direkt unsere Arbeitsgruppe Pandemie unter pandemie@piepenbrock.de kontaktieren.

Wir sagen Danke!

Sie sorgen dafür, dass der Betrieb in unserem Unternehmen, aber auch bei unseren Kunden weiterläuft – ob in unserem Service Center in Osnabrück, in unseren bundesweiten Niederlassungen oder in den Kundenobjekten direkt vor Ort. Sie als Mitarbeiter tragen wesentlich dazu bei, dass wichtige öffentliche Aufgaben erfüllt werden. Für Ihr Engagement möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Ihre Gesundheit und Sicherheit haben für uns oberste Priorität!