Nachhaltig engagiert im Piepenbrock-Forst

Biologische Vielfalt ist ein lebenswichtiges Gut, denn sie gilt als Voraussetzung für das Gleichgewicht in der Natur und in der Landwirtschaft. Biodiversität zu schützen und zu erhalten sehen wir bei Piepenbrock als eine elementare Aufgabe an. Deshalb besitzt die Unternehmensgruppe bereits seit 1995 ein Forstgebiet im brandenburgischen Naturpark Stechlin-Ruppiner Land sowie im Landschaftsschutzgebiet Ruppiner Wald- und Seegebiet, dass inzwischen 2 200 Hektar umfasst. Davon zählen 870 Hektar zum Naturschutzgebiet Rheinsberger Rhin und Hellberge  sowie dem gleichnamigen Fauna-Flora-Habitat-Gebiet, das zum europäischen Schutzgebietsnetzwerk NATURA 2000 gehört. Auch ein Teil der Zechower Berge ist Teil des Forstgebietes. Mit dem Naturpark Stechlin-Rupiner Land kooperiert Piepenbrock zudem im Rahmen des EU LIFE+ Natur Projektes „LIFE Feuchtwälder“ zum Erhalt seltener Auen- und Moorwaldbiotope.

Gefährdete Artenvielfalt

Der Südhang der Zechower Berge mit seiner acht Hektar großen Heidelandschaft besteht aus Halbtrockenrasen und Calluna-Heide. Er weist Arten von besonderer Bedeutung beziehungsweise gefährdete Arten auf.
Dazu zählt beispielsweise die Zauneidechse. Ihr Vorkommen stellt zusammen mit dem Bestand in der Kyritzer Heide den bedeutendsten seiner Art im gesamten Naturpark dar.
Ein weiteres Beispiel ist die Wiesen-Küchenschelle. Sie besiedelt Sand- oder Silikattrockenrasen sowie lichte kalkreiche Kiefern- oder Eichenwälder. Die besonders geschützte Art ist in Brandenburg vom Aussterben bedroht und deutschlandweit stark gefährdet. Für beide Pflanzen hat Brandenburg daher einen hohe Erhaltungsverantwortung.
Durch den Wald fließt außerdem der Rheinsberger Rhin – ein schnell fließendes Gewässer mit natürlichem Verlauf. Durch seine naturnahen Ufer, Bruchwälder, Feuchtwiesen und Röhrichtbestände bietet er vielen bedrohten Arten wie Bibern oder Fischottern einen Nahrungs- und Lebensraum. Zudem befinden sich im Naturpark eiszeitliche Klarwasserseen oder auch ein Moorsee.

Piepenbrock schafft „Wachstum“

Kunden der Piepenbrock Unternehmensgruppe leisten einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz. Im Rahmen der nachhaltigen Partneraktion „Wachstum“ pflanzt das Familienunternehmen für neu generierte Umsätze Bäume im unternehmenseigenen Forst Rheinshagen.
Seit 2010 pflanzte Piepenbrock bereits 49 240 Bäume. Der Kunde erhält ein individuelles Zertifikat für die in seinem Namen gepflanzten Bäume. Die Pflanzungen sind ein Zeichen der Verantwortung, die Piepenbrock für die Umwelt übernimmt und symbolisieren gleichzeitig langfristige Partnerschaften. Auf Anfrage können Auftraggeber dem Pflanzen „ihrer“ Bäume vor Ort beiwohnen und sich ein Bild vom gemeinsamen Umweltschutz machen.
Piepenbrock beteiligt sich mit der Aktion „Wachstum“ an der Initiative „Plant-for-the-Planet“. Die Kampagne bündelt Einzelinitiativen rund um den Globus, die es sich zum Ziel gesetzt haben, gemeinsam in jedem Jahr mindestens eine Milliarde Bäume zu pflanzen.

Stärkung der Biodiversität durch Pflanzaktionen

Piepenbrock sorgt mit verschiedenen Pflanzaktionen dafür, dass seltene und wertvolle Baumsorten im Unternehmensforst erhalten bleiben. Daher werden zum Beispiel seit 1995 die jeweiligen Bäume des Jahres gepflanzt und auf mehreren speziellen Obstbaumwiesen historische Sorten gepflanzt.
Der „Baum des Jahres“ wird jährlich durch die Dr. Silvius Wodarz Stiftung und das „Kuratorium Baum des Jahres“ ernannt, um den Wert des Baumes für die Gesellschaft hervorzuheben. Mit dieser Pflanzaktionen möchte Piepenbrock dem interessierten Wanderer diese Bäume näher bringen. 
Seit 2010 hat Piepenbrock auf mittlerweile mehreren Flächen im Wald Obstbaumwiesen mit historischen Arten angelegt, um diese weiter zu verbreiten. Alte Obstbaumsorten werden heute nur noch selten gepflanzt. Lediglich einzelne Sorten sind aufgrund lokaler klimatischer oder kultureller Umstände regional noch von Bedeutung.
Obstbaumwiesen haben jedoch eine zentrale Bedeutung für die Tierwelt, da ihre Blüten unzählige Insekten anlocken und die Baumkronen Nistmöglichkeiten für Vögel darstellen und die Tiere gelichzeitig vor Feinden schützen, Schatten spenden und schlechtes Wetter abhalten. Das Fallobst der Bäume dient außerdem als Nahrungsquelle.
Jedes Jahr werden nun weitere alte Obstsorten, die in der Regel älter als 50 Jahre sind, gepflanzt. Die ältesten Sorten gibt es seit fast 1 000 Jahren. Insgesamt wurden bisher 248 Obstbäume im Piepenbrock-Forst Rheinshagen gepflanzt (Stand: April 2016).

Ausgezeichnete Azubi Projekttage

Bereits seit 2012 veranstaltet Piepenbrock im Forst Rheinshagen die Azubi-Projekttage. Dabei besucht eine Gruppe von gewerblichen Auszubildenden den Forst, um unter der Anleitung des Piepenbrock Wildmeisters selbst aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, indem sie eine Heidefläche von Gehölz befreien. Bei dem Einsatz im europaweit geschützten Lebensraum entfernen sie in Handarbeit aufkeimende Kiefern auf einer Fläche von acht Hektar. Die jungen Erwachsenen machen sich zudem vor Ort ein Bild von den Ökologie- und Naturschutzaktivitäten ihres Unternehmens. Bisher haben mehr als 50 Auszubildende an den Azubi-Projekttagen teilgenommen.
Die Pflege der Heidefläche erhält langfristig die dort typische Tier- und Pflanzenwelt. Heideflächen, die in Mitteleuropa ursprünglich durch mittlerweile selten gewordene Waldbrände entstanden, verschwinden heute nach und nach aus dem Landschaftsbild. Deshalb müssen diese seltenen Naturräume künstlich frei gehalten werden, um bedrohte Tierarten wie die Zauneidechse zu erhalten. Ein Gutachten zur Erfassung der Großschmetterlinge und Heuschrecken auf der Heidefläche von 2016 zeigt, dass das Gebiet auch hinsichtlich der Biodiversität zu den wertvollsten des Landes Brandenburg gehört.
Das Engagement wurde 2013 erstmals zum „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ gewählt. Die Initiative der Vereinten Nationen ehrt Projekte, die sich in nachahmenswerter Weise für den Erhalt der ökologischen Vielfalt einsetzen. 2015 und 2017 wurde das Projekt erneut ausgezeichnet. 2016 wurden die Azubi-Projekttage zusätzlich vom „Unternehmen für die Region e. V.“ mit der Auszeichnung „Regional engagiert“ bedacht.