Bahnreinigung in Dortmunder Abstellanlagen

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Um die Sauberkeit in den Stadtbahnen von DSW21 kümmert sich Piepenbrock. (Bild: Jörg Schimmel DSW21)

135 Stadtbahnen und rund 170 Busse bringen die Fahrgäste in Dortmund an ihr Ziel. Mit modernen Fahrzeugen, einem dichten Liniennetz und ansprechenden Haltestellen reagiert die Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) auf die Ansprüche an das Nahverkehrs-Angebot. Um die Sauberkeit in den Stadtbahnen kümmern sich seit 2008 rund 25 Mitarbeiter der Piepenbrock Unternehmensgruppe.

Die DSW21-Gruppe sorgt mit rund 3.800 Mitarbeitern für Mobilität und Logistik im gesamten Einzugsgebiet des Metropolraums Ruhr. Zum 21-Konzern gehören neben dem eigenen Nahverkehrsangebot die vollautomatisch gesteuerte H-Bahn, der Dortmunder Hafen sowie der Dortmund Airport und die Dortmund Logistik. Die Stadt Dortmund hat DSW21 mit dem Bus- und Stadtbahnverkehr betraut. Der Verkehrsbetrieb

im Konzern21 befördert bis zu 114 Millionen Fahrgäste im Jahr – mit einem klaren Anspruch: Die Nutzer sollen nicht nur sicher an ihr Wunschziel kommen, sie sollen auch ein sauberes Fahrerlebnis haben. Wenn sie das Verkehrsmittel betreten, sehen sie zuerst, ob es sauber ist. Für die Reinigung der Stadtbahnen hat DSW21 mit der Piepenbrock Niederlassung Dortmund einen starken Partner an ihrer Seite – und das schon seit 17 Jahren.

Nachtschicht für ein sauberes Fahrerlebnis

Gegen 20:30 Uhr kommen die ersten Stadtbahnen für eine nächtliche Betriebspause in einer von elf Abstellanlagen an. Bevor sie wieder Fahrt aufnehmen, reinigt Piepenbrock alle Bahnen – und zwar dort, wo sie stehen: in den über- und unterirdischen Betriebshöfen. Dafür fahren zwei Teams des Gebäudedienstleisters bis in die Morgenstunden quer durch das Dortmunder Stadtgebiet. In der Unterhaltsreinigung arbeiten sie täglich nach einem festen Leistungsverzeichnis. Zeki Belek, Bereichsleiter Industriereinigung bei Piepenbrock in Dortmund, kennt die Aufgaben: „Wir reinigen alle Oberflächen, Fußböden und Fenster im Fahrgastraum und Fahrerstand. Mit einem Besen fegen wir zunächst die Kunststoffböden aus.

Dabei beseitigen wir zurückgebliebenen Abfall. Danach folgt die Nassreinigung mit Wischmopps. Auch Schmierereien bleiben nicht aus. Um sie loszuwerden, verwenden wir einen Graffiti-Entferner. In der Glasreinigung säubern wir alle Scheiben von innen und außen. Dafür greifen wir zum Eimer, Spülmittel, Einwascher, Abzieher und Mikrofasertuch oder zum Teleskop-Fensterwischer.“ In einigen Bahnen pro Nacht beseitigen die Reinigungskräfte bei der Grundreinigung hartnäckige Verschmutzungen. Belek beschreibt, worum es dabei geht: „Diese intensive Reinigung umfasst alle Flächen – von der Decke bis zum Boden. Dafür bauen wir Sitze aus und bearbeiten Fußböden bei Bedarf manuell mit einer Scheuersaugmaschine.“

Flexibel planen, präzise reinigen

Vom Betriebshof Dorstfeld aus koordinieren die Piepenbrocker ihre Einsätze. Neben festen Fahrplänen gibt es Sonderpläne rund um Fußballspiele, Messen und Veranstaltungen in der Westfalenhalle. Daraus geht unter anderem hervor, wie spät die Verkehrsmittel an welchem Standort und auf welchem Gleis ankommen – und wann sie wieder losfahren. „Es gibt jede Nacht nur ein Zeitfenster von etwas mehr als einer Stunde, an dem alle Bahnen still stehen. Um 2:07 Uhr kommt der letzte Wagen rein und um 3:15 Uhr fährt der erste wieder raus.

Es bleibt wenig Zeit, um alle Fahrzeuge zu reinigen“, weiß Andreas Bochmann, Leiter für Wartung und Instandhaltung bei DSW21. Für einen reibungslosen Ablauf stimmt sich Piepenbrock eng mit den Schichtleitern und Vorarbeitern auf dem Betriebshof ab. „Mit den Mitarbeitern vor Ort stehen unsere Teams ständig im Austausch. Gibt es eine Abweichung im Fahrplan, klingelt das Telefon und wir werden darüber informiert. Schon ein kleiner Unfall auf einer Strecke bringt unsere Planung durcheinander“, sagt Belek. Wenn das passiert, ist Flexibilität gefragt. Nur so schafft Piepenbrock die Reinigung aller Bahnen in einer Nacht.

Langlebige Pflege mit System

Für die Reinigung verwendet Piepenbrock bevorzugt biologisch abbaubare und umweltfreundliche Produkte aus der Ecoplan-Serie seines Tochterunternehmens Planol. „Wenn möglich, setzen wir auf ökologische Reiniger. Nur bei hartnäckigen Verschmutzungen greifen wir auf andere Mittel zurück“, sagt Heiko Kalis, Niederlassungsleiter bei Piepenbrock in Dortmund. In der Zusammenarbeit legen die Partner großen Wert auf Langlebigkeit. Bochmann bringt es auf den Punkt: „Unser Ziel ist es, mit der Reinigung und Pflege der Bahnen die Oberflächen und Materialien möglichst lange zu erhalten.

Dafür haben wir unter anderem die Wandflächen mit einem Anti-Graffiti-Schutz beschichtet.“ Eine gemeinsame Lösung haben DSW21 und Piepenbrock auch bei der Dokumentation der Leistungen gefunden. Wenn die Piepenbrocker eine Bahn gereinigt haben, scannen sie mit ihrem Handy den QR-Code im Fahrerstand. Es öffnet sich ein System, in dem die Mitarbeiter ihre erbrachten Leistungen bestätigen. Dieses erkennt automatisch, um welches Fahrzeug es geht. Wird der Eintrag abgeschickt, kann der Verkehrsbetrieb die Ergebnisse direkt einsehen.

Sondereinsätze bei besonderen Anlässen

Neben der Unterhalts- und Grundreinigung verantwortet Piepenbrock Sonderleistungen. Die Reinigungskräfte unterstützen unter anderem bei Konzerten und Fußballspielen. „Rollende Bierflaschen, Aufkleber oder Kaugummis: Bei Großveranstaltungen sind mehr Menschen in den Bahnen unterwegs. Das hinterlässt sichtbare Spuren, um die wir uns zügig kümmern“, schildert Bochmann.

Für ein rundum sauberes Erscheinungsbild der Bahnen passen die Verantwortlichen, wenn erforderlich, die festgelegten Reinigungsintervalle an. „Im Frühjahr und Herbst wird mehr Schmutz hochgewirbelt. Zu dieser Zeit haben wir die Seitenscheiben und Spiegel alle zwei Tage zusätzlich gereinigt“, berichtet Belek.

Zeki Belek und Heiko Kalis von Piepenbrock (von rechts) pflegen mit Andreas Bochmann von DSW21 ein partnerschaftliches Miteinander. Auch bei der Reinigung der Stadtbahnen zahlen sich gute Absprachen aus.

Zeki Belek und Heiko Kalis von Piepenbrock (von rechts) pflegen mit Andreas Bochmann von DSW21 ein partnerschaftliches Miteinander. Auch bei der Reinigung der Stadtbahnen zahlen sich gute Absprachen aus. (Bild: Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG)

Ein eingespieltes Team auf Augenhöhe

DSW21 und Piepenbrock begegnen sich auf Augenhöhe. Ein Miteinander, auf das Kalis stolz ist: „Wir sehen uns als Vertragspartner – nicht als Auftraggeber und Dienstleister.“ Dabei stehen die Verantwortlichen eng miteinander im telefonischen, schriftlichen und persönlichen Austausch. Um über aktuelle Themen und langfristige Vorhaben zu sprechen, schaut Belek einmal im Monat bei Bochmann auf dem Betriebshof Dorstfeld vorbei. Wenn der Standort auf dem Weg liegt, auch häufiger. In der Zusammenarbeit legen die Partner Wert auf eine offene, ehrliche Kommunikation. „Es gibt keine Berührungsängste, auch wenn es kneift.

Dann reden wir miteinander, finden gemeinsam Lösungen und melden zurück, wenn wir sie umgesetzt haben. Auch unsere Ansprechpartner auf dem Betriebshof sind immer hilfsbereit. Wenn wir Unterstützung brauchen, sind sie da“, betont Belek. Seit Beginn ist er für den Auftrag mit DSW21 zuständig. Bochmann, der seit zehn Jahren in die Verkehrsmittelreinigung eingebunden ist, schätzt die bekannten Abläufe: „Mit Piepenbrock sind wir ein eingespieltes Team. Die Mitarbeiter sind zuverlässig, gut erreichbar und auch kurzfristig einsatzfähig. Wir haben eine erfolgreiche und effiziente Partnerschaft.“

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