Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder Energieaudit

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Im vergangenen Jahr trat das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) in Kraft und nimmt seither alle „Nicht-KMU“ in die Pflicht. Piepenbrock bietet Orientierung und Unterstützung beim Thema Energiemanagement mit Energieaudits und Energiemanagementsystemen.

Der Energieverbrauch in der Europäischen Union soll bis 2020 um 20 Prozent sinken. Dafür steht die EU Energieeffizienz- Richtlinie (EED). Nach deren Anpassung im vergangenen Jahr reagierte die deutsche Gesetzgebung mit dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G). Alle sogenannten „Nicht-KMU“ – also Betriebe, die nicht als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eingestuft werden – sind seither verpflichtet, entweder ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1, ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder alternativ ein Umweltmanagementsystem nach EMAS (Eco Management and Audit Scheme) nachzuweisen. Wer sich bislang noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat, bewegt sich auf dünnem Eis.

Denn das für die Kontrolle zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) prüft bereits stichprobenartig die Umsetzung in den Unternehmen. Liegt auf Anfrage kein Energie-Audit-Testat vor, besteht die Möglichkeit empfindlicher Sanktionen. Bußgelder bis zu einer Höhe von 50 000 Euro oder die Streichung von Steuererleichterungen sind möglich. Vielfach reicht es nicht aus, lediglich den Nachweis zu erbringen, dass eine Prüfung vorgenommen wurde. Das BAFA hält auch dessen Qualität nach.

Fachlicher Beistand

Piepenbrock unterstützt seine Kunden beim Thema Energiemanagement. Als Einstieg empfiehlt sich eine unverbindliche interne Bewertung durch einen zertifizierten Auditor nach ISO 50001 und Auditor nach DIN EN 16247 – wie Erdal Sancar. Der Piepenbrock-Energiemanager kennt die Vorgaben der geltenden gesetzlichen Bestimmungen genau und bietet Orientierung vor einem Audit. „Sollte eher eine Zertifizierung nach EN 16247 durchgeführt werden?

Bietet es sich an, ein Energiemanagementsystem auf beziehungsweise auszubauen? Das sind die Fragen, die sich zunächst stellen“, erklärt Sancar. „Bei der ISO 50001 handelt es sich um ein völlig freiwilliges System, das aber ebenfalls als Nachweis für das BAFA gelten kann, wenn es von einer offiziellen Zertifizierungsstelle geprüft wird.“

Durchführung von Energieaudits

Energieaudit nach EN 16247

Energiesparen mit Thermografie: Der Einsatz einer Wärmebildkamera macht Schwachstellen bei der Dämmung von Gebäuden und Anlagen sichtbar.

Beim Energieaudit überprüft der Energiemanager in einer Auftaktbesprechung mit dem Auftraggeber den aktuellen Erfüllungsgrad der Vorgaben – insbesondere die zu liefernden Daten, Erhebungsanforderungen und die Vorgehensweise bei der Installation der Messausrüstungen. Liegen keine Informationen vor, kann er entweder bei der Datenaufnahme unterstützen oder die gesamte Dienstleistung übernehmen. Dazu werden Vor-Ort-Begehungen geplant und Analysen durchgeführt, um einen Bericht erstellen und diesen dem Auftraggeber vorstellen zu können. Danach richtet sich das Angebot für das weitere Vorgehen, denn der Prüfungsaufwand kann aufgrund des Erhebungsgrads stark variieren. „Bei Unternehmen mit mehreren Niederlassungen besteht zum Beispiel die Möglichkeit der Cluster- Bildung im ,Multi-Site-Verfahren‘“, konkretisiert der Energiemanager. „Dabei bildet man Gruppen von vergleichbaren Standorten, die ähnliche Funktionen, Größen und Mitarbeiterzahlen aufweisen.“

Außerdem wird versucht, eine möglichst ausgewogene regionale Auswahl zu treffen. Sobald klar ist, welche Daten erhoben werden müssen, werden Termine vereinbart, um die einzelnen Verbraucher in den jeweiligen Objekten aufzunehmen. Mindestens 90 Prozent des Energieverbrauchs des Standorts müssen erfasst sein. Dabei sind die Messungen per Protokoll nachzuweisen. So nimmt der Auditor von Piepenbrock mit mobilen Messgeräten auf, was Anlagen oder Maschinen über das Jahr hinweg verbrauchen. Bei der Präsentation der Ergebnisse des Energie-Audits werden die ermittelten Optimierungsmaßnahmen priorisiert. Ob diese letztendlich durchgeführt werden, liegt laut EN 16247 in der Entscheidung des beauftragenden Unternehmens. In der Regel ergeben sich in der Analyse aber Maßnahmen, die einfach umzusetzen sind, sich innerhalb kurzer Zeit amortisieren und Kosten auf mittel- bis langfristige Sicht einsparen.

Begleitung interner und externer Energieaudits nach ISO 50001

Sobald alle notwendigen Informationen zusammengestellt sind, sendet die beauftragte Zertifizierungsstelle einen externen Auditor aus. Sancar begleitet das Audit vor Ort, wenn der Prüfer die einzelnen Normkapitel durchgeht, auf das Erfüllen der Vorgaben hin checkt und Abweichungen dokumentiert. Die Erstzertifizierung des Managementsystems nach ISO 50001 ist drei Jahre lang gültig. In der Zwischenzeit müssen allerdings jährliche Überwachungsaudits durchgeführt werden.

Das Führen eines Energiemanagementsystems ist im Vergleich zur alle vier Jahre durchzuführenden Auditierung nach EN 16247 eine umfangreichere Aufgabe. Beide Lösungen erfüllen die Mindestanforderungen aus dem EDL-G. „Noch besser ist es, wenn man sie bereits übertrifft“, weiß der Energiemanager. „Denn die Erfahrung zeigt, dass sich die Anforderungen stetig weiterentwickeln. Da kann frühzeitiges Handeln zur späteren Entspannung führen.“ Sancar unterstützt gerne dabei.

Sie sind auf der Suche nach einem Partner, der Sie bei Ihrem Energieaudit oder der Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 unterstützt? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!