Azubis von LoeschPack gewinnen bei „Jugend forscht“ Oberfranken

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Beim oberfränkischen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ punkteten Auszubildende von LoeschPack (Loesch) mit einer Handverpackungsmaschine. Vor der Jury demonstrierten die Nachwuchskräfte die Verpackung 3D-gedruckter Teile in Größe einzelner Waffelstücke. Damit holten sie den Sieg in der Kategorie Technik und qualifizierten sich für den Landeswettbewerb in München.

Mit Innovationsgeist, technischem Know-how und Ausdauer entwickelten 13 Auszubildende von Loesch aus einer Idee eine anschauliche Verpackungsmaschine. Über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren arbeiteten die angehenden Technischen Produktdesigner und Industriemechaniker intensiv an der Umsetzung. Zwei erfahrene Facharbeiter standen den Nachwuchskräften unterstützend zur Seite. Einer von ihnen ist Stefan Dillig, Ausbilder der Industriemechaniker bei Loesch. 2022 brachte er das Projekt ins Rollen: „Ich schlug vor, eine kleine Verpackungsmaschine zu bauen, mit der sich die Funktionsweise anschaulich darstellen lässt. Sie sollte so kompakt sein, dass wir sie problemlos auf Messen mitnehmen können.“

Im nächsten Schritt erarbeitete Alexander Backes aus der Konstruktion mit den Auszubildenden zum Technischen Produktdesigner ein Konzept für den Maschinenaufbau. Nach der detaillierten Ausarbeitung des Entwurfs setzten sie diesen in der Fertigung um. Daraus entwickelte sich neben der Maschine eine Erfolgsgeschichte, die die praxisnahe Ausbildung bei Loesch unterstreicht. In diesem Projekt gewannen die Nachwuchskräfte wertvolle Einblicke in reale Arbeitsprozesse. Sie packten selbst mit an und erlebten hautnah, wie aus einer Vision in kleinen Schritten eine funktionierende Maschine entstanden ist.

Azubi-Projekt mit starker Teamleistung

Ausgehend von einem Faltkasten einer bestehenden Verpackungsmaschine erarbeiteten die Azubis ein eigenständiges Konzept. Hierzu erstellten sie Einzelteile, Baugruppen, Kurvendiagramme und Simulationen, mit denen sie die, Funktionen vor dem Bau testeten. Bei der Fertigung der Bauteile entschieden sich die Nachwuchskräfte für unterschiedliche Verfahren. Mit Drehen, Fräsen, Bohren, Blechbearbeitung und 3D-Druck setzten die angehenden Industriemechaniker die meisten der rund 120 Einzelteile selbst um.

Im nächsten Schritt montierten die Azubis die Bauteile an der Maschine. Damit nahm die Handverpackungsmaschine (HVM) optisch Gestalt an. Doch ein ansprechendes Äußeres genügt nicht: Die Verpackungsmaschine musste auch technisch überzeugen. Mit Geduld und Teamgeist testeten die Beteiligten verschiedene Bauteile – und das so lange, bis sie vom Ergebnis überzeugt waren.

Technische Raffinesse beim Verpacken

Die HVM verpackt waffelförmige Produkte in Papier – von der Abwicklung über die Zuführung und Verpackung im Faltkasten bis hin zur Abgabe. Dabei kommt die Maschine ohne Strom und Sensorik aus. Sie wird rein mechanisch durch Handkraft betrieben. Die Gewinner erklären, wie die Maschine technisch funktioniert: „Unsere Handverpackungsmaschine arbeitet mit einer Technik aus Kurven, die auf einer Welle angetrieben werden. Über diese laufen Kurvenrollen mit Hebeln.

So wird die rotatorische Bewegung in eine lineare umgewandelt. Genauso wie bei unseren Verpackungsmaschinen.“ Mit der anschaulichen HVM begeisterten die Azubis bei „Jugend forscht“ neben der Jury auch einige Zuschauer. Stellvertretend für alle Beteiligten stellten Sebastian Storchmeier, Eric Kästner und Fabian Wohlfahrt das Azubi-Projekt vor. Mit dem bevorstehenden Landeswettbewerb bringen die Nachwuchskräfte von Loesch die handbetriebene Maschine nach München.

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