In welchen Abständen müssen elektrische Betriebsmittel nach DGUV V3 geprüft werden?

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Elektrische Betriebsmittel unterliegen festgelegten Prüffristen.

Unternehmen müssen strenge Vorschriften einhalten, wenn es darum geht, die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten. Umfassender Arbeitsschutz ist dabei kein Selbstzweck, sondern soll schwerwiegenden Personen- und Sachschäden vorbeugen. Die Unfallverhütungsvorschrift DGUV V3 normiert die wiederkehrenden Prüfungen aller elektrischen Betriebsmittel in einem Unternehmen. Doch in welchen Abständen müssen ortsfeste Anlagen und ortsveränderliche Geräte geprüft werden? Wir haben die Antworten.

Für die regelmäßige Kontrolle aller elektrischen Betriebsmittel in einem Unternehmen hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) die Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 3 (DGUV V3) erlassen. Diese beinhaltet Fristen für die Prüfung aller elektrischen Anlagen und Geräte. Hierbei wird grundsätzlich zwischen ortsfesten und ortveränderlichen Betriebsmitteln unterschieden. „Unter ortsfesten elektrischen Anlagen versteht man solche, die aufgrund ihrer Masse nicht bewegt werden können, mechanisch befestigt oder während der Inbetriebnahme an ihren Aufstellungsort gebunden sind“, sagt Hendrik Varelmann, Leiter Projektmanagement Instandhaltung bei Piepenbrock.

Dazu zählen auch Betriebsmittel, die vorübergehend fest angebracht werden können und über bewegliche Leitungen angeschlossen sind. Beispiele für ortsfeste Betriebsmittel sind Hausinstallationen, Produktionsstraßen, Werkzeugmaschinen und Elektroverteilungen. Die Prüffristen legt der Unternehmer an Hand seiner Gefährdungsbeurteilung fest. „Das maximale Prüfintervall für ortsfeste Betriebsmittel legt die DGUV V3 auf vier Jahre fest. Die Prüfungen aller Betriebsmittel müssen zwingend von einer geschulten Elektrofachkraft durchgeführt werden“, so Varelmann.

Engere Prüfintervalle für ortsveränderliche Betriebsmittel

Bei ortsveränderlichen Betriebsmitteln handelt es sich um Geräte, die während ihres Einsatzes bewegt oder leicht von einem Platz zum anderen gebracht werden können, während sie an den Versorgungsstromkreis angeschlossen sind. Hierzu zählen in Büroräumen beispielsweise Drucker, Computer, Ladekabel, Netzgeräte, aber auch Wasserkocher und Kaffeemaschinen. In Werkstätten handelt es sich dabei unter anderem um handgeführte Elektrowerkzeuge, Kabeltrommeln, Sauger und Verlängerungskabel. „Im Fall der ortsveränderlichen Betriebsmittel sind die Prüfintervalle abhängig von den Betriebs- und Umgebungsbedingungen und können zwischen drei und 24 Monaten betragen“, erklärt Varelmann. 

Betriebsmittel die einer starken Beanspruchung ausgesetzt sind, müssen im Abstand von drei Monaten geprüft werden, das gilt insbesondere auf Baustellen. „Dagegen kann die Prüffrist für Betriebsmittel in Bürogebäuden auf 24 Monate festgelegt werden, wenn die Fehlerquote bei der zurückliegenden Prüfung 2,0 Prozent nicht überschritten hat – andernfalls müssen jährliche Kontrollen durchgeführt werden“, führt Varelmann aus.

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