Wiederkehrende Prüfungen an Elektroanlagen: HAUTAU öffnet das Fenster zur Welt

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DGUV V3 Prüfungen beu HAUTAU

HAUTAU aus Helpsen ist das, was man landläufig als einen „Hidden Champion“ bezeichnet: Das Industrieunternehmen aus Niedersachsen beliefert seinen internationalen Kundenkreis mit Beschlägen für Fenster, Oberlichtöffner und Gebäudeautomation. Mit wiederkehrenden Prüfungen an ortsfesten und ortsveränderlichen Elektroanlagen hilft Piepenbrock dem Unternehmen, Arbeitsunfällen sowie Schäden vorzubeugen und Rechtssicherheit zu gewährleisten.

Eine 400 Tonnen schwere Hydraulikpresse fertigt im Sekundentakt die silberglänzenden metallenen Grundbestandteile für Fensterbeschläge. Wenige Meter weiter montiert eine Werkerin Laufschienen für große Schiebefenster – Alltagsgeschäft bei HAUTAU in Helpsen. In einem kleinen Büro am Rand der weitläufigen Produktionshalle steht Piepenbrock-Elektriker Marco Nelle und prüft einen Bildschirm nach den Vorgaben der Unfallverhütungsnorm DGUV Vorschrift 3. Zunächst inventarisiert Nelle das Elektrogerät mit einem Barcode und nimmt es in eine Datenbank auf, in der Messergebnisse dokumentiert werden. Auf diese wird bei der nächsten Prüfung wieder zurückgegriffen, wenn die ortsveränderlichen Elektrogeräte erneut geprüft werden müssen. So entsteht für jedes Gerät eine individuelle Prüfhistorie. Anschließend wird der Bildschirm auf sichtbare Beschädigungen untersucht.

Mit seinem Prüfwagen fährt Nelle nun einen Testdurchlauf. Dabei wird nicht nur der Schutzleiter geprüft, sondern auch, ob ein Leitungsschluss vorliegt und wie gut die Isolierung ist. Am Ende steht ein Protokoll, das festhält, wer den Bildschirm wann und mit welchen Messwerten getestet hat und ob die festgehaltenen Grenzwerte eingehalten wurden. Alle erfolgreich überprüften Geräte erhalten ein entsprechendes Siegel. „Um es vereinfacht zu sagen, müssen regelmäßig alle elektronischen Geräte geprüft werden, die einen Stecker haben“, sagt Carlos Vilas, der bei Piepenbrock als Bereichsleiter das Thema Prüfservices verantwortet. Bei HAUTAU bedeutet das, dass je nach Umgebung im Abstand zwischen sechs Monaten und zwei Jahren 3 000 Computer, Steckerleisten, Drucker, Verlängerungskabel und viele andere Geräte zu prüfen sind.

Kreml und Knesset lüften mit HAUTAU

Wiederkehrende Prüfungen an Elekroanlagen

Neben den ortsveränderlichen elektrischen Geräten ist Piepenbrock bei HAUTAU mit der Prüfung der ortsfesten Maschinen beauftragt.

Funktionierende Geräte und Maschinen sind für HAUTAU besonders wichtig, denn Schnelligkeit und Liefertreue sind bei den Spezialisten für Beschläge oberstes Gebot. Beinahe jeder hat schon einmal Produkte des niedersächsischen Herstellers bedient, doch die wenigsten nehmen sie bewusst wahr. Es geht um die meist metallenen Beschläge, die an Fenstern und Schiebetüren ein problemloses Öffnen und Schieben ermöglichen. Nicht nur in zahlreichen privaten Haushalten sind Fenster mit HAUTAU-Produkten verbaut. Auch das Olympische Dorf in Peking, die Knesset in Jerusalem und der Kreml in Moskau zählen zum Kundenportfolio.

„Unser HAUTAU-Geschäftsportfolio gliedert sich in die drei Bereiche Beschlagtechnik, Gebäudeautomation für Rauchwärmeabzugsanlagen und ventilatorische Lüftung“, sagt Dietmar Heinisch, Ausbildungsleiter und Fachkraft für Arbeitssicherheit bei HAUTAU. „Der Fokus bei der Beschlagtechnik liegt insbesondere auf dem Segment Schiebetechnik. Wir haben den Anspruch, Beschlaglösungen für individuelle Anforderungen in höchster Qualität anzubieten, und sind mit unseren Produkten sehr gut am Markt platziert“, macht Heinisch deutlich.

Sportlich unterwegs

Begonnen hatte alles 1910, als Unternehmensgründer Wilhelm Hautau seinen ersten Einschnur-Oberlichtöffner Mars verkaufte. Später hatte eine heute selbstverständliche Entwicklung ihren Ursprung in Helpsen: Nachdem man bis dahin zwei Hebel benötigte, um ein dreh- und kippbares Fenster in die Lüftungsstellung zu bringen, brachte das Unternehmen 1959 den weltweit ersten Einhand-Drehkipp- Beschlag auf den Markt. Heute stehen mehr als 400 Patente und zahlreiche Gebrauchsmuster für die stetige Weiterentwicklung des über 6 000 Fertigerzeugnisse umfassenden Produktportfolios von HAUTAU. „Besonders wichtig für unser Unternehmen sind Qualität und Liefertreue“, betont Martin Nuernberg, der bei HAUTAU als Teamleiter Instandhaltung fungiert. Deshalb wird jedes Produkt auf Herz und Nieren getestet. Neben Klimakammern, Schiebe- und Rollenprüfständen kommt beispielsweise auch eine Salznebelprüfung zum Einsatz, die untersucht, wie das verarbeitete Material auf maritime Umgebungen reagiert. Einen hohen Anspruch an sich hat das Unternehmen auch bei den Lieferzeiten: „Von der Bestellung bis zur Anlieferung des Produkts auf dem Hof unseres Kunden vergehen nicht mehr als acht Tage – damit sind übrigens nicht Werktage gemeint“, präzisiert Nuernberg.

„Wir sind eben auf allen Ebenen sportlich unterwegs.“ Ein hoher Anteil der Wertschöpfung findet dabei im eigenen Unternehmen statt. „Wir fertigen viele Teile selbst, da wir unsere hohe Output-Geschwindigkeit sowie unsere Anforderungen hinsichtlich der Qualität umfassend gewährleisten wollen“, sagt Dietmar Heinisch. „Entsprechend reicht der Maschinenpark auch von Hydraulikpressen, Bohr-, Werkzeug- und Erodiermaschinen bis zur zweispurigen Galvanikstraße.“ Eine Besonderheit stellt der hauseigene Sondermaschinenbau dar: Die zahlreichen Montageanlagen, mit denen die Produkte komplettiert werden, entwickelt und produziert Hautau selbst. „Wir haben eine große Fertigungstiefe und umfassendes Know-how, was den Anlagenbau betrifft“, hebt Heinisch ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal seines Unternehmens hervor.

Elektrische Anlagen rechtssicher geprüft mit wiederkehrenden Prüfungen von Piepenbrock

Neben den ortsveränderlichen elektrischen Anlagen müssen auch diese etwa 250 ortsfesten Maschinen regelmäßig einer umfassenden Untersuchung nach DGUV Vorschrift 3 unterzogen werden. Auf das Thema angesprochen, lacht Martin Nuernberg: „Es ist eine Pflichtveranstaltung – es stellt sich nicht die Frage, ob man das macht, sondern mit wem.“ Da die Zusammenarbeit mit dem vorherigen Partner nicht zur Zufriedenheit von HAUTAU verlief, machte sich Nuernberg erneut auf die Suche und stieß auf Piepenbrock. „HAUTAU beauftragte uns zunächst mit der Prüfung der ortsfesten Anlagen“, sagt Piepenbrocker Carlos Vilas. Dabei werden diese in einem festgelegten Prozess einer Sichtprüfung unterzogen. Anschließend folgen verschiedene Messungen und Erprobungen. „Der Zeitaufwand bemisst sich nach der Komplexität der Maschine und ist deutlich höher als bei ortsveränderlichen Geräten.

Wir schauen uns die Dokumentation der vorherigen Prüfung an, kontrollieren, ob die Kabel nach Schaltplan richtig verdrahtet sind, prüfen die verbauten Schutzeinrichtungen sowie die Verbindung zum Feststromkreis und dokumentieren unsere Ergebnisse“, skizziert Vilas. Insbesondere die enge Abstimmung mit dem Kunden sei ein elementarer Bestandteil der Zusammenarbeit. „Wir haben gemeinsam geplant, welche Maschinen wann geprüft werden, damit die Produktion weitgehend ungestört weiterlaufen kann. Die Galvanikstraße haben wir uns deshalb an einem Samstag vorgenommen“, so Vilas. Die Professionalität und Flexibilität, mit der Piepenbrock zu Werke ging, überzeugte HAUTAU. „Nachdem die ortsfesten Anlagen abgeschlossen waren, hatten wir keine Zweifel daran, Piepenbrock auch mit den ortsveränderlichen zu beauftragen“, sagt Nuernberg. „Ganz klar: Ich kann mir eine langfristige Partnerschaft sehr gut vorstellen!“

Wiederkehrende Prüfungen an ortsfesten und ortsveränderlichen Elektroanlagen gehören zum Pflichtprogramm für Unternehmen in Deutschland. Mit seinen Betriebsmittelprüfungen unterstützt Piepenbrock Auftraggeber im gesamten Bundesgebiet. Bald auch Sie? Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf!