Lebenszentrum Königsborn Unna – Miteinander ohne Berührungsängste

344616

Ein Patient im Lebenszentrum.

Das Lebenszentrum Königsborn mit Sitz in Unna bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit schwersten Behinderungen ein umfassendes Angebot an ärztlicher Behandlung, Therapie und Pflege. Mit seinen insgesamt neun Einrichtungen genießt das Kompetenzzentrum bundesweit einen hervorragenden Ruf. In der Reinigung seiner 13 000 Quadratmeter Gebäudefläche setzt das Lebenszentrum auf Dienstleistungen von Piepenbrock.

Helle Flure, hohe Decken, große Räume mit bunt getünchten Wänden, liebevolle Details – wer im Lebenszentrum Königsborn Unna Traurigkeit erwartet, sieht sich schnell eines Besseren belehrt. Ganz im Gegenteil: Das Haus sprüht vor Leben und Bewegung. Diese Energie strahlt auch Benjamin Peters aus, der als Küchenchef für den Wirtschafts- und Versorgungsdienst verantwortlich ist. Beim Rundgang über das weitläufige Gelände erzählt er von der wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe, die sein Arbeitgeber übernimmt.

„Unser Haus begleitet und betreut Kinder und Jugendliche mit neurologischen Erkrankungen, sozialen und psychischen Problemen sowie schwersten Mehrfachbehinderungen. Außerdem versorgen wir Erwachsene im Wachkoma und in Rückbildungsphasen“, sagt Peters. Insgesamt 560 Mitarbeiter, vom Arzt über die examinierte Pflegefachkraft bis hin zum Koch, kümmern sich um das Wohl der zumeist jungen Patienten und Bewohner.

Neun spezialisierte Einrichtungen

Das Lebenszentrum besteht aus neun Einrichtungen mit jeweils unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. In der Fachklinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie werden von Behinderung bedrohte, behinderte wie chronisch kranke Kinder betreut und behandelt. Ergänzt wird diese stationäre Einrichtung durch ein ambulantes Sozialpädiatrisches Zentrum, das Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit neurologischen Krankheitsbildern sowie sozialen und psychischen Problemen Hilfe bietet. Darüber hinaus gibt es die Lebensarche – eine familienergänzende Einrichtung der Eingliederungshilfe für 60 schwerst mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche. „Die Kinder leben in insgesamt sechs Wohngruppen, wie in einer Familie“, erklärt Peters. Auf dem Gelände befindet sich auch eine Kita und die Schule für Kranke Königsborn. „Die Kinder aus unserer Lebensarche sind schulpflichtig. Sie werden entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten unterrichtet“, so Peters.

Im Unterricht wird viel gesungen, gespielt und gebastelt, im sogenannten Snoezel-Raum wird therapeutisch mit den Kindern gearbeitet, hier finden sie Entspannung und Wohlbefinden. „Im Raum steht ein Wasserbett, in einer Säule steigen Luftblasen auf, man hört Entspannungsmusik und unter der Decke hängt eine Discokugel mit bunten Lichtern. Ich war beeindruckt, wie beruhigend das auf die Kinder wirkt“, berichtet Martina Kintrup, Leiterin Unternehmenskommunikation beim Lebenszentrum Königsborn über ihre ersten Eindrücke.

Ergänzt wird das Angebot des Kompetenzzentrums durch ein Autismus-Therapie-Zentrum sowie einen Ambulanten Pflegedienst, der Familien und Alleinerziehende mit beeinträchtigten Kindern entlastet und auch Integrationshelfer für Schulen bereitstellt.

Das Lebenszentrum Königsborn Unna.

Die meist jungen Patienten und Bewohner des Lebenszentrums Königsborn werden in den acht Einrichtungen des Hauses umfassend behandelt, therapiert und gepflegt. (Bild: Lebenszentrum Königsborn Unna)

Geschichte trifft modernste Therapie

„Die Anfänge unseres Hauses liegen im Jahr 1880“, sagt Martina Kintrup und führt aus: „Damals entstand hier die ‚Barmer Ferienkolonie‘, die Kuren für Kinder mit Tuberkuloseerkrankungen durchführte.“ Da es im Unnaer Stadtteil Königsborn Salinen gab, bot der Standort perfekte Voraussetzungen. Der Rückgang des Steinkohle-Bergbaus brachte mit den Jahren einen Rückgang an Tuberkulose-Erkrankungen mit sich, sodass sich das Lebenszentrum der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen zuwandte.

„Heute arbeiten wir hier mit modernsten Therapiemethoden und verfügen zum Beispiel mit unserem Sozialpädiatrischen Zentrum über eine Einrichtung, die deutschlandweit Standards setzt“, so Kintrup.

Gewachsene Zusammenarbeit

Ein hoher Standard gilt nicht nur in Therapie und Pflege, sondern auch, was die Anforderungen an die Reinigung der insgesamt 13 000 Quadratmeter Gebäudefläche betrifft. „Unsere Fachklinik ist nicht mit einer normalen Immobilie zu vergleichen. Sie muss hygienisch in einem einwandfreien Zustand sein, um Keimverschleppung zu vermeiden“, sagt Benjamin Peters. „Es ist unser Anspruch, diesen hohen Qualitätsstandard einheitlich in allen unseren Gebäuden zu haben.“ Deshalb arbeitet das Lebenszentrum seit 2001 mit der Piepenbrock Niederlassung Dortmund zusammen. 20 Mitarbeiter des Gebäudedienstleisters sorgen vor Ort täglich für die Unterhalts- und Glasreinigung, übernehmen bei Bedarf aber auch Bauzwischen- und Bauendreinigungen sowie Spüldienste. Sowohl Bereichsleiterin Angelika Liehr als auch Objektleiterin Julia Kuka sind als staatlich geprüfte Desinfektorinnen zertifiziert und kennen sich bestens mit den Anforderungen von Einrichtungen des Gesundheitswesens aus.

„Die Zusammenarbeit ist in den vergangenen Jahren im Leistungsumfang gewachsen und hat sich zu einer gefestigten Partnerschaft entwickelt“, so Peters. Das bestätigt Heiko Kalis, Piepenbrock Niederlassungsleiter Dortmund: „Wir haben im Lebenszentrum einen langjährigen Stamm von Mitarbeitern, der sich durch seine hohe Kontinuität auszeichnet. Die Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Lebenszentrum und sind ein Teil von ihm.“ Besonders der hohe soziale Anspruch unterscheide den Auftrag deutlich von einem herkömmlichen Verwaltungsgebäude. „Es gibt viele Berührungspunkte zwischen den Bewohnern und unseren Reinigungskräften, deshalb sind bei ihnen Sensibilität und Kommunikationsstärke gefragt“, erläutert Kalis.

Martina Kintrup, Heiko Kalis und Benjamin Peters

Ihre Zusammenarbeit zeichnet sich durch hohen Qualitätsanspruch und enge Kommunikation aus: Martina Kintrup, Leiterin Unternehmenskommunikation beim Lebenszentrum Königsborn, Piepenbrock-Niederlassungsleiter Heiko Kalis und Benjamin Peters, Verantwortlicher für den Wirtschafts- und Versorgungsdienst beim Lebenszentrum Königsborn (v.l.). (Bild: Piepenbrock)

Entscheidung für Qualifikation und Kontinuität

Die Arbeit des Reinigungsteams um Piepenbrock-Vorarbeiterin Sabine Patzelt beginnt bereits früh am Morgen. „Ab 3:30 Uhr reinigen unsere Mitarbeiter öffentliche Bereiche, Flure und Gemeinschaftsräume. Die Zimmer von Bewohnern folgen ab 7:00 Uhr“, erklärt Kalis. Später im Tagesverlauf werden Zwischenreinigungen bei stark frequentierten Räumen wie Toilettenanlagen und Fluren ausgeführt. Die detaillierte Absprache erfolgt täglich zwischen Benjamin Peters und Sabine Patzelt. Jeden Donnerstag tauscht sich Peters außerdem mit Piepenbrock Objektleiterin Julia Kuka aus. Dann werden beispielsweise Sonderthemen besprochen: „Kürzlich hatten wir einen Engpass beim Spüldienst in unserer neu gebauten Verteilerküche. Piepenbrock hat diese Leistung kurzfristig für uns übernommen – darüber sind wir sehr froh und wir schätzen diese Flexibilität“, so Peters.

Am Wichtigsten an der Zusammenarbeit seien der vertrauensvolle und gute Austausch untereinander sowie die langjährige Erfahrung mit den Gebäuden und den Bewohnern. „Wir haben diesen Lernprozess selbst durchlaufen. 2012 hatte ein anderes Unternehmen die Ausschreibung der Gebäudereinigung gewonnen. Vier Wochen nach dem Auftragsstart waren wir so unzufrieden mit der Leistungsausführung, dass wir bei Piepenbrock angerufen und gefragt haben, ob das Unternehmen die Reinigung wieder übernehmen kann – so kam es dann auch“, blickt der Leiter der Wirtschafts- und Versorgungsdienste zurück. „Ob wir auf einen so zuverlässigen und fachlich gut aufgestellten Partner wie Piepenbrock verzichten wollen, werden wir uns in Zukunft gut überlegen.“

Keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die Datenschutzbestimmungen finden Sie hier.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem * markiert.