Papier für ganz Europa

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Papier für ganz Europa

Seit 1948 ist Arnsberg der Sitz der WEPA Hygieneprodukte GmbH. Im westfälischen Sauerland liegt die Papierfabrik zwischen Bergkämmen beidseits des Flusses Röhr. Mehr als 500 Beschäftigte arbeiten dort in der Verwaltung und Produktion. Am Hauptsitz sowie in den Werken Giershagen und Mainz erbringen Mitarbeiter von Piepenbrock hochwertige Sicherheitsdienstleistungen.

Piepenbrock-Sicherheitsmitarbeiter Enrico Kumpe tritt seinen Arbeitstag an, wenn manch anderer bereits auf dem Weg in den Feierabend ist. Ab 16:00 Uhr übernimmt er gemeinsam mit seinen Kollegen von Piepenbrock den Wachschutz bei WEPA in Arnsberg und besetzt die Warenannahme im Schichtdienst bis zum nächsten Morgen. Während seiner Schicht kümmert sich Kumpe um die Anmeldung und Dokumentation der ankommenden LKW. Außerdem führen er und seine Kollegen Kontrollgänge auf dem weitläufigen Produktionsgelände sowie in den Büroräumen des Verwaltungskomplexes von WEPA durch. Am Stammsitz in Arnsberg, in Giershagen, Mainz, Kriebstein und Leuna sowie an acht weiteren Standorten in insgesamt sechs europäischen Ländern stellt das Unternehmen klassische Papierprodukte her.

Im Wesentlichen handele es sich um sieben Gruppen von Erzeugnissen: Toilettenpapier, Küchentücher, Taschentücher, Kosmetiktücher, Servietten, Handtuchpapier und industrielle Großrollen, berichtet Silvia Kerwin, Leitung Nachhaltigkeitsmanagement beim Familienunternehmen. „Mit Produkten für die Damenoder Kinderhygiene beschäftigen wir uns nicht“, ergänzt sie. Die Produkte teilen sich in zwei Sparten auf: Consumer und Away-from-home. „Der Consumer-Bereich beinhaltet alles, was in Drogerien und Supermärkten erhältlich ist. Dabei fokussieren wir uns vorwiegend auf Handelsmarken. Auf dem Gebiet Away-from-home sprechen wir Fach- und Großhändler an“, so Kerwin.

 

Gewissenhaft überprüft Piepenbrocker Enrico Kumpe die Kontrollpunkte bei WEPA.(Bild: Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH+Co. KG)

Kapitalintensives Gewerbe

Mit insgesamt 3 900 Mitarbeitern an dreizehn Standorten produziert WEPA 800 000 Tonnen Papiererzeugnisse im Jahr und deckt damit etwa acht Prozent des europäischen Papiermarktes ab. In Deutschland hat WEPA einen Marktanteil von 25 Prozent. „Damit bewegen wir uns unter den Top-3-Unternehmen der Branche“, hebt Silvia Kerwin hervor. Das spiegelt auch der Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro wider. Dabei sei der Markt sehr preissensibel, gleichzeitig aber auch hochgradig kapitalintensiv. „Eine Papiermaschine samt Verarbeitungsautomaten und Stoffaufbereitungsanlagen kostet zwischen 80 und 100 Millionen Euro“, berichtet Udo Raumann, Standortleiter für Arnsberg sowie die Werke in Polen und den Niederlanden. Die Standorte in Arnsberg, Giershagen und Mainz werden durch Mitarbeiter von Piepenbrock geschützt. Die Ausführung der Dienstleistung wird von Karin Benninghoff, Auftragsmanagerin bei Piepenbrock, standortübergreifend organisiert, koordiniert und entsprechend der Bedürfnisse von WEPA weiterentwickelt. Für die Umsetzung ist in Arnsberg ein Team von fünf Sicherheitsmitarbeitern zuständig. Einer von ihnen ist Enrico Kumpe. Für ihn beginnt der Arbeitstag in der Regel in der Warenannahme.

Diese ist gleichzeitig der wichtigste Arbeits- platz für Kumpe und seine Kollegen, die hier ankommende LKW anmelden und dokumentieren. Die Sicherheitsmitarbeiter stellen dabei vor allem gegenüber den LKW-Fahrern den ersten Berührungspunkt zu WEPA dar. Auch auf den regelmäßigen Kontrollgängen über das Unternehmensgelände kommen die Piepenbrocker immer wieder in Kontakt mit WEPA-Mitarbeitern, wenngleich meist nur Zeit für ein kurzes „Hallo!“ bleibt. Schließlich müssen während eines Rundgangs auf dem Gelände in Arnsberg insgesamt 34 Kontrollpunkte angelaufen werden, die per Wachschutzkontrollsystem gescannt und registriert werden. Auf diese Weise wird die Dienstleistung lückenlos dokumentiert und dafür gesorgt, dass alle sicherheitsrelevanten Punkte überprüft wurden. Dazu zählen zum Beispiel Zufahrten sowie Türen und Tore. Insbesondere bei den Rolltoren der Produktionshallen muss darauf geachtet werden, dass diese spätestens ab 22:00 Uhr geschlossen bleiben – aus Lärmschutzgründen, wie Kumpe weiß. Die Sicherheitsmitarbeiter kontrollieren auf ihren Rundgängen aber auch, ob Büros und Konferenzräume abgeschlossen sind.

 

Sicherheit auf dem ganzen Gelände

Die Kontrollgänge führen die Sicherheitsmitarbeiter an den Produktionsund Verarbeitungsanlagen von WEPA vorbei. Gewaltige Papiermaschinen, hocheffiziente Verpackungsmaschinen und ein modernes Hochregallager sind für Enrico Kumpe Alltag. Dabei sind diese Maschinen alles andere als alltäglich, sondern hochgradig spezialisierte technische Meisterleistungen, die bei WEPA in perfektem Zusammenspiel arbeiten. „Wir produzieren in geschlossenen Kreisläufen“, erklärt Udo Raumann. Damit stellt WEPA seine Erzeugnisse quasi abfallneutral her. „Unser Unternehmen ist imstande, aus Altpapier hochwertiges Hygienepapier zu produzieren“, sagt Silvia Kerwin. Da WEPA das Abtrennen fremder Stoffe wie Kleberückstände oder Heftklammern vom Papier sehr gut beherrscht, sei dieses von einem Zellstoffprodukt kaum zu unterscheiden. „Die Papierfaser von Recyclingpapier ist lediglich mehrere Male durch den Herstellungsund Recyclingprozess gegangen“, ergänzt Raumann. WEPA bietet zudem sogenanntes Hybridpapier an, das aus einem Mix von Zellstoff und recyceltem Altpapier besteht.

„Eine Papierfaser kann idealerweise bis zu sieben Mal verwendet werden. In der Realität liegen wir bei vier oder fünf Herstellungs- und Recyclingprozessen“, so der Standortleiter. Materialien, die nicht zur Papierherstellung genutzt werden können, gehen in die thermische Aufbereitung. Selbst die Reststoffe der thermischen Nutzung finden dann noch im Straßenbau oder der Ziegelproduktion Verwendung. Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist bei WEPA allgegenwärtig und fester Bestandteil der Unternehmenswerte, wie Silvia Kerwin zusammenfasst. „Große Bedeutung im Rahmen der WEPA Unternehmensphilosophie haben dabei die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir bieten beispielsweise in jedem Jahr eine Gesundheitswoche an und haben ben können. Insgesamt sind somit 17 Piepenbrocker beim Papierhersteller im Einsatz.

 

Sie bilden ein schlagkräftiges Team für WEPA: Silvia Kerwin, Leitung Nachhaltigkeitsmanagment WEPA, Wolfgang Knapp, Leiter Ersatzteilmagnament und Warenanahme WEPA, Enrico Kumpe, Piepenbrock Sicherheit, Konrad Bonsch, Einkaufs-Assistent WEPA, und Karin Bennighoff, Auftragsmagnerin bei Piepenbrock (Bild: Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH+Co. KG)

Respekt und Engagement

Weiterhin lege WEPA großen Wert auf gegenseitigen Respekt und engagierte Arbeit. Das spiegelt sich an den Ansprüchen wider, die der Papierhersteller an sein Sicherheitspersonal stellt. „Ortskenntnis spielt eine wesentliche Rolle“, sagt Udo Raumann, schließlich müssen alleine in Arnsberg mehr als 260 000 Quadratmeter Unternehmensgelände fachmännisch bewacht werden – das Werk in Giershagen sei flächenmäßig sogar noch größer. Insgesamt müssen die Piepenbrocker bei WEPA vielfältige Qualifikationen aufweisen. „Die Sicherheitsmitarbeiter können mit dem Wachschutzkontrollsystem umgehen, haben Kenntnisse über die WEPA-eigenen EDV-Systeme und wurden in die Themen Notfall- und Krisenmanagement eingearbeitet. Außerdem verfügen sie über ein gewisses Organisationstalent und sind belastbar“, fasst Raumann zusammen. Belastbarkeit spiele vor allem in Bezug auf die Arbeitszeiten eine Rolle.

In Arnsberg sind die Piepenbrocker vom Nachmittag bis zum nächsten Morgen tätig. An den Standorten in Giershagen und Mainz gestaltet sich die Situation noch ein wenig anders. „In Giershagen übernehmen wir den Wachschutz an Wochenenden und Feiertagen, jeweils im Drei-Schicht-System. In Mainz betreuen wir das Objekt 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr. Das läuft ebenfalls im Drei-Schicht-System ab“, so Benninghoff weiter. Außerdem verantwortet Piepenbrock in Arnsberg und Giershagen den Barverkauf von WEPA, also die Verkaufsstelle, an der die Mitarbeiter WEPA-Produkte erwerben können. Insgesamt sind somit 17 Piepenbrocker beim Papierhersteller im Einsatz.

Zentrale Koordination

Karin Benninghoff koordiniert die Sicherheitsdienstleistungen als zentrale Kontaktperson für WEPA bundesweit. „Ich kann mich dabei stets auf das Feedback unserer Niederlassungs- und Objektleiter verlassen und stehe in engem Austausch zu meinen Ansprechpartnern bei WEPA“, berichtet sie. Einer dieser Ansprechpartner ist Konrad Bonsch, Einkaufs-Assistent Ersatzteile und Dienstleistungen. „Wir führen mit Frau Benninghoff und den Betreuern für die einzelnen Werke mindestens halbjährlich Gespräche“, sagt Bonsch.

Das sei sehr effektiv, um die Zusammenarbeit konsequent weiter zu verbessern. Dringende organisatorische Fragen werden natürlich unmittelbar geklärt, zum Beispiel wenn Sonderschichten gefahren und die entsprechenden Einsatzzeiten neu koordiniert werden müssen. „Dabei kommt es uns sehr entgegen, mit Frau Benninghoff eine übergeordnete Ansprechpartnerin für alle Fragen zu haben.“

Sie möchten mehr über unsere Sicherheitsdienstleistungen erfahren, dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

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